Wie finde ich mich selbst?

Gerade in der Phase des Erwachsenwerdens stellen sich viele Fragen.

In diesem Blogartikel zeige ich dir Wege, wie du diesen Prozess für dich gestalten kannst.

Katharina Jakob Quarterlife Coaching - Wie finde ich mich selbst

Was will ich eigentlich in diesem Leben? Was kann ich?  Wo und wie möchte ich leben?

In der Phase deines Quarterlifes stellen sich vieler solcher Frage, unter anderem die, um die es hier geht: „Wie finde ich mich selbst?!“. Aber kurz Spoiler-Alarm: Diese Fragen werden dir auch im weiteren Verlauf deines Lebens immer wieder begegnen. Denn das ganze Leben ist ein Prozess, nichts ist wirklich fixiert und für immer. Wie heißt es so schön:

„Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“  

In meinem vorherigen Artikel, in dem ich darüber geschrieben habe, was du tun kannst, wenn alles zu viel wird, hatte ich schon von Carola Baxmanns „Gelöst-Konzept“ und den drei Phasen (Schnelle Hilfe, Integration und Stabilisierung) erzählt. 

In diesem Artikel ist es das Ziel dir Anregungen zu geben, wie du dich selbst finden kannst: Nämlich in erster Linie Methoden, wie du dich selbst kennenlernst und reflektierst. Dafür gehen wir in die zweite Phase des Gelöst-Prozesses, in die Integrationsphase

 

Here we go!

 

„Selbstfindung“: Was bedeutet das eigentlich? 

Ganz im Ernst, ist das nicht auch so ein Wort, das heutzutage inflationär benutzt wird? Für mich klingt der Begriff „Selbstfindung“ immer so, als ob man sich verloren hätte… oder vielleicht auch noch nie wusste, wer man selbst ist und sich erstmal auf die Suche machen müsste. Aber vielleicht es ja auch genau das?

Ich würde den Begriff „Selbstfindung“ hier gerne so verstanden wissen: Nach dem systemischen Ansatz, mit dem ich arbeite, stecken alle Lösungen für unsere eigenen Themen und unser Leben schon in uns drin. Es gilt also Methoden und Wege zu finden, um aus diesem Wust an Gedanken, Gefühlen und was da noch so in dir ist, die wichtigsten und besten Erkenntnisse über dich und dein Leben zu ziehen. 

Ich rede ja auch gerne davon sich zu sortieren. Gedanken sortieren, Gefühle sortieren. Ich stelle mir beim Thema Selbstfindung das bildlich ein bisschen so vor, als das alles, was in dir steckt, also all deine Fähigkeiten, Kompetenzen, Stärken, Interessen, aber natürlich auch deine Schwierigkeiten, Ängste und Sorgen auf einem riesigen Berg liegen. Vielleicht wie eine riesige Halde. Wenn du jetzt davor stehst und etwas suchst, fragst du dich: Wie soll ich das denn jemals finden? Wonach genau suche ich eigentlich? 

Trotzdem: Es ist alles schon da. Du musst nicht im Äußeren suchen. Sondern es gilt erstmal diesen ganzen Berg bewusst wahrzunehmen und zu durchsuchen. Du wirst überrascht sein, was da alles zum Vorschein kommt, wenn du nur genau hinguckst!

 

Zeit und Geduld: Entscheidende Faktoren, wenn du dich selbst finden willst

Lustiger Weise ist das ja auch wieder so eine Sache in unserer hektischen heutigen Welt: Wir wollen gefühlt alles, aber Zeit nehmen wollen wir uns dafür meistens nicht. Denn es ist ja vielleicht leichter alles in dem gewohnten Rhythmus zu machen, als wirklich bewusst zu sagen:

Ich mache das jetzt anders.

Ich halte jetzt mal inne.

Ich nehme mir Zeit für mich selbst.

Aber genau damit fängt es an. Sonst wirst du immer wieder am gleichen Startpunkt stehen, wenn du es nicht schaffst den Prozess so zu gestalten, dass es überhaupt die Chance hat nachhaltig zu wirken.

Wenn du also in den Prozess der Selbstfindung eintauchen willst, dann priorisiere dich wirklich selbst. Nimm dir Zeit für dich

 

Wege, sich selbst zu finden: In die Selbstreflexion gehen

In meinem Umfeld habe ich eine Bekannte, die von sich selbst sagt, sie sei eigentlich immer fremdbestimmt gewesen. Erst der Vater, der ihr gesagt hat, was sie tun soll, dann ihr Freund bzw. ihr späterer Ehemann. Sie hatte eine kurze Phase dazwischen, wo sie auf Weltreise war und wo sie einfach mal gemacht hat, was sie wollte. Bis heute trauert sie dieser kurzen Phase ihres Lebens nach.

Und trotzdem hat sie sich auch eingerichtet in dieser Welt. Sie scheut es Entscheidungen zu treffen: Nicht mal die Frage, ob sie gerade lieber Mineralwasser oder Apfelschorle will, kann sie beantworten. Das klingt erstmal total traurig, aber auf der anderen Seite ist es für sie natürlich auch super bequem, wenn sie selbst keine Entscheidungen treffen muss. Sie MUSS keine Entscheidungen treffen, denn das übernehmen ja andere für sie. Solange also jemand grundsätzlich mit so einem Leben zufrieden ist, ist alles gut. Aber sobald sich zeigt – so wie bei meiner Bekannten – dass man total unglücklich damit ist, sollte es das Ziel sein im eigenen Leben Veränderungen anzustoßen

Warum erzähle ich dir das? 

Weil es für mich ein Paradebeispiel ist. Ich meine, wie oft wird dir von Außen irgendwas geraten? Wie oft hoffst du bei schwierigen Entscheidungen oder Situationen, dass jemand anderes entscheidet oder jemand anderes deine Situation löst? Ich glaube, das ist irgendwo ein stückweit normal. Aber wenn du dein Leben permanent in die Hände anderer legst, dann ist es nicht dein Leben, das du lebst. Sondern eben der anderen. Es ist bequem, ja. Aber die Frage ist, ob es dich glücklich macht.

 

Dich selbst kennenlernen: Wie startest du, wenn du dich selbst finden willst?

So, jetzt bist du hier und denkst dir: Ja, super, und was mache ich jetzt? Irgendwo willst du ja starten. 

Die folgenden Ideen habe ich jetzt mal nach Chronologie deines Lebens (Was war – Was ist – Was sein soll) aufgelistet, aber feel free das Ganze so anzugehen, wie du dich danach fühlst. Sinn dieser sogenannten Integrationsphase ist es, „Klarheit über das Woher und Wohin“ zu erhalten, wie Carola es formuliert: 

Du lernst zu akzeptieren, was in deinem Leben war, was ist und wo deine Reise hingehen soll. Du lernst, dir selbst freundlich und respektvoll zu begegnen und entwickelst Strategien, die auch für kommende Schwierigkeiten, Ereignisse und Situationen hilfreich sein werden. Das gibt Sicherheit und Vertrauen.“ (Carola Baxmann, „Gelöst-Konzept“)

 

„Was bisher geschah“: Der Rückblick

Wenn du den Beitrag von mir gelesen hast, warum ich coache, erläutere ich darin ja auch, dass lösungsorientiertes Coaching zukunftsorientiert ist und dass es gerade nicht darum geht in der Vergangenheit zu verweilen.

Dennoch: Der Blick in die Vergangenheit kann dir dabei helfen, dich besser zu verstehen und genau deshalb ist das meiner Meinung nach so wichtig: Nicht in ihr verweilen, aber sie nutzen, um zu neuen Zielen zu gelangen. Und zum Beispiel auch deine Blickwinkel zu verändern und neue Perspektiven auf Vergangenes einzunehmen, um dich vielleicht mit Ereignissen in deinem Leben auszusöhnen oder zumindest zu lernen, sie zu akzeptieren und in dein Leben zu integrieren.

 

Dein bisheriges Leben: Die Biographiearbeit

Ein Tool, dass ich sehr gerne in meiner Arbeit als Laufbahnberaterin mit den Spitzensportler*innen nutze: Ich lasse sie einfach mal von Anfang an ihres Lebens erzählen, was da alles so war: Was hat dich geprägt, was für ein Verhältnis hast du zu deinen Eltern, Geschwistern, Familie. Was hat dich als Kind begeistert? Und viele weitere solcher Fragen. Geh dafür in Ruhe dein Leben durch und schreib dir wie in einer Timeline die wichtigsten Ereignisse auf. Auch die kleineren Momente, die eine besondere Bedeutung für dich hatten und haben: Schreib alles auf. Mach dir dein Leben bewusst.

Immer wenn du denkst, du hättest alles, frage dich: Was noch? Und schau, was da noch kommt. 

 

Durchleuchte deine Glaubenssätze

Glaubenssätze begleiten dich durch dein Leben, egal ob sie positiv oder negativ besetzt sind. Den guten Glaubenssätzen schenken wir bei der Persönlichkeitsentwicklung vielleicht weniger Aufmerksamkeit als den negativen, die wir shiften wollen. Dennoch macht es Sinn, sich mal wirklich anzugucken, was da eigentlich alles so vorhanden ist.

Was sind denn alles Glaubenssätze von dir? Schreib auch hier wieder alles auf, die positiven wie negativen. Überprüfe sie daraufhin, in wie weit sie dich und dein Leben beeinflussen und ob sie dir weiterhelfen. Auf welchen kannst du aufbauen? Welche sind hinderlich? Diese gilt es dann zu shiften und zu hilfreichen Glaubenssätzen zu verändern

Vielleicht haben deine Eltern oder andere Menschen in deiner Vergangenheit gesagt: „Sie ist zu klein, dies und das zu tun.“, oder „Sie ist schüchtern“ oder was auch immer. Und du hast das vielleicht in dein Selbstbild aufgenommen und denkst dir „Ich bin halt schüchtern“ oder „Ich kann das nicht, weil…“. Das sind die limitierenden Glaubenssätze. Die können wir jedoch verändern, so dass sie zu Glaubenssätzen werden können, die dir weiterhelfen

 

In der Gegenwart: Dein Leben im Hier und Jetzt

Hier eignet sich die Biographiearbeit natürlich auch sehr gut, denn es geht ganz konkret um die Fragen:

Was für Stärken hast du? Welche Fähigkeiten, Kompetenzen und Potenziale bringst du mit? Was sind eigentlich deine Werte, die dich durchs Leben leiten? Und welche weiteren Ressourcen besitzt du?

Es ist also ein Deep Dive in dich selbst. Ganz im Ernst, wenn du da gerade diese Wörter liest wie „Kompetenzen und Fähigkeiten“ denkst du dir vielleicht „Boah, das ist ja wie, wenn ich eine Bewerbung schreiben muss“. Ja, so in der Art ist es ja irgendwie auch 🙂 Also nicht, dass du eine Bewerbung schreiben musst, aber wenn du in einer Bewerbung was von dir erzählen sollst, dann sind das eben auch genau die Sachen, die Recruiter und HR-Leute interessiert, um dich kennenzulernen. Deshalb ist es so wichtig, dass du dich selbst kennst, denn es macht einiges im Leben wirklich deutlich einfacher (eben unter anderem auch… Bewerbungen schreiben).

 

Deine Werte-Hierarchie

Fangen wir doch mal mit den Werten hier an: Nach welchen Werten lebst du? Bei mir stehen z.B. immer ganz oben: Freiheit, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit. Mach dir einfach mal Gedanken darüber, was für dich die wichtigsten Werte im Leben sind und erstell eine Top 10. Anregungen, was es überhaupt alles so an Werten gibt, findest du z.B. hier. Überprüfe deine Top 10 dann nochmal, ob das wirklich die wichtigsten Werte für dich sind und auch, warum das so ist und wie sich das in deinem Leben zeigt. 

 

Deinen Fähigkeiten auf der Spur

Wenn es um deine Fähigkeiten, Kompetenzen und all das geht: Denk nicht zu kompliziert! Es sind nämlich gerade die Dinge im Alltag, die dir leicht fallen oder über die du gar nicht nachdenkst, die zu deinen Stärken gehören, die unter diese Kategorie fallen: Fällt es dir z.B. sehr leicht deinen Tag zu managen? Dann hast du vielleicht ein tolles Zeitmanagement. Oder du bist Spitzensportler*in, immer pünktlich im Training und trainierst zielgerichtet auf ein Sportereignis? Dann hast du wohl nicht nur ein gutes Zeitmanagement, sondern bist auch noch willensstark, ehrgeizig, zielorientiert und diszipliniert. D’you know what I mean? Ich zum Beispiel mag Statistiken und werte liebend gerne irgendwelche persönlichen Sachen für mich aus. Andere zeigen mir dafür einen Vogel und fragen mich, ob mir langweilig wäre :). Nee, ich kann halt gut analysieren.

 

Wofür interessierst du dich?

Das führt mich zum nächsten Punkt: Deine Interessen. Denn, um bei meinem Beispiel zu bleiben, ich kann nicht nur gut analysieren, sondern ich mache es auch noch gerne! Das ist also definitiv auch ein Interesse von mir. Zu Interessen gehören natürlich wieder alle mögliche Dinge, wie z.B. wenn du eine Sportart sehr gerne betreibst, Musik, Kunst, was weiß ich. Da gibt es ja so viel. Was interessiert dich also? Worin oder wobei kannst du dich so richtig verlieren und die Zeit vergessen? Was begeistert dich?

 

Weitere Ressourcen, Energie- und Kraftquellen

Und dann natürlich noch deine weiteren Ressourcen: Damit sind z.B. deine Kraftquellen gemeint. Woraus schöpfst du Energie und Kraft? Was sind vielleicht auch „äußere Ressourcen“, also hast du z.B. Familie und Freunde, auf die du dich immer verlassen kannst? Was sind deine Ressourcen, die dir helfen zu entspannen? Liest du vielleicht ein gutes Buch? Oder gehst am Fluss entlang spazieren oder lässt am Kanal St. Martin Steinchen springen, wie Amélie in „Die Fabelhafte Welt der Amélie“? 🙂 . Gerade Steinchen springen lassen ist ja auch wieder ein schönes Beispiel für eine Kraftquelle und gleichzeitig für einen Moment der Achtsamkeit. Des Seins im Hier und Jetzt

Ich habe da übrigens noch einen Tipp für dich: Hast du schon mal den 16Personalities-Test gemacht? Nein? Ich kann den sehr empfehlen. Selbst bin ich demnach Advokat und ich kann mich mit sehr vielen Beschreibungen ziiiiiemlich gut identifizieren. Vielleicht bringt dich das auch nochmal auf weitere Ideen und du kannst deine bisherigen Erkenntnisse über dich selbst damit ergänzen oder ausführen. 

 

Die erwünschte Zukunft: Was sein soll

Wie du siehst hast du einmal einen Blick in deine Vergangenheit und dein bisheriges Leben geworfen. Vielleicht kannst du mit etwas Abstand Ereignisse schon anders einordnen oder dich mit schwierigen Erlebnissen versöhnen oder sie besser akzeptieren

Du hast dich mit deinem „Ich“ im Hier und Jetzt intensiv auseinander gesetzt und hoffentlich auch da schon viele Erkenntnisse über dich selbst gewonnen

Als abschließenden Punkt in diesem Artikel widmen wir uns nun der Zukunft: Was ist deine erwünschte Zukunft, wohin soll es gehen? Vielleicht ist gerade das der Punkt, der dir am meisten Sorge bereit, oder dir vielleicht auch Angst macht. Aber keine Bange, das hier ist dein Safe Space. Es ist dein Prozess und du gestaltest den so, wie du dich damit wohlfühlst. Du musst deinen Prozess weder mit anderen teilen, noch deine Gedanken und Gefühle anderen Menschen erklären oder sie sogar rechtfertigen. Du tust das alles für dich selbst

 

Was sind denn eigentlich Ziele im Leben?

Wenn es um Ziele im Leben geht, knallen wir ja gerne mal so Floskeln raus wie „glücklich und zufrieden sein“, „Karriere machen“, „viel Geld haben“… kennst du solche „Ziele“? Irgendwie ziemlich unkonkret, oder? 

Im lösungsorientierten Coaching geht es viel um Ziele bzw. Zielvorstellung, denn nur wer weiß oder sich ausmalen kann, wo er oder sie hinwill, kann auch entsprechend einen Weg einschlagen. Dabei muss ein Ziel gar nicht immer super krass sein. Es können auch kurzfristige, kleinere Ziele sein. Das was ich dir in dem Kontext im folgenden vermitteln möchte, ist dabei, wie du ein Ziel formulierst und woran du merken kannst, ob ein Ziel wirklich zu dir passt.  

 

Wie du deine Ziele formulierst 

Wenn du dein Ziel formulierst, kannst du dich an diesen sechs Kriterien orientieren.

Es soll…

  • positiv formuliert sein. Negierungen versteht unser Gehirn nicht, aber das ist ein anderes Thema 🙂 
  • konkret formuliert sein: Solche Wischiwaschi-Ziele, wie ich da vorhin genannt habe, das sind einfach keine konkreten Ziele. Wie soll man denn irgendwo hinkommen, wenn man nicht konkret weiß, wohin?
  • realistisch sein: Ich kann natürlich davon träumen Olympiasiegerin zu werden, aber irgendwo müssen wir die Realität halt auch beachten. Es gilt nicht, dich zu limitieren, aber natürlich sind völlig crazy ideas auch nicht Sinn der Sache, denn dann bleibt ein Ziel ein Wunsch. 
  • kontrollierbar sein: Oder wie ich auch gerne sage, es soll messbar sein. Wenn ich zum Beispiel einen Coachee frage, was ihr Anliegen für das Coaching ist, achte ich darauf, dass sie es so formuliert, dass wir nach ein paar Sitzungen auch sagen können: Check, haben wir erreicht. Oder eben auch nicht, und wir müssen noch etwas tun, um da hinzukommen. 
  • selbst initiierbar: Wenn Ziele davon abhängig sind, was andere Menschen tun und machen, dann ist es auch schwierig. Es sollte in deiner Hand liegen, dieses Ziel auch erreichen zu können. 
  • attraktiv sein: Ganz ehrlich, soo wichtig! Denn was willst du mit einem Ziel, dass dich eigentlich gar nicht anspricht? Da kommen wir auch zum Kern des Gelöst-Coachings: Nämlich, das Denken, Handeln und Fühlen mit einzubinden. Es geht nicht allein darum, dass dein Verstand sagt: Das ist voll das gute Ziel! Sondern, dass du es auch spürst. Begeisterung, Freude, ein positiv besetztes Gefühl, dass dich überkommt, wenn du daran denkst, wie es sein wird dieses Ziel zu erreichen. 

 

Step by Step deiner erwünschten Zukunft nähern

Wenn du es geschafft hast mit dieser Anleitung dein Ziel – oder auch mehrere Zielvorstellungen – zu kreieren, gilt es zu schauen, wie du dich diesen nähern kannst. Dazu nimmst du dir jetzt wieder aus den vorherigen Schritten deine Fähigkeiten und Kompetenzen vor und kannst dich fragen: Welche Ressourcen brauche ich, um mein Ziel zu erreichen?

Du kannst dich auch fragen – auf einer Skala von 1-10, wo du jetzt gerade stehst. 1 ist dabei „Ich bin noch ganz weit von meinem Ziel weg“ und 10 ist „Ich habe mein Ziel erreicht“. Wenn du zum Beispiel sagst, „ich bin bei einer 3“. Dann kannst du dir die Frage stellen: „Welche meiner Fähigkeiten kann ich jetzt nutzen, um auf die nächste Stufe, eine 4, zu kommen“? Vielleicht hast du auch bereits in der Vergangenheit Ressourcen einsetzen können, die dir bei anderen Zielen geholfen haben: Welche waren das? Und was musst du tun, um deine Ressourcen „aktivieren“ zu können? 

 

Wie finde ich mich selbst? Deine nächsten Schritte

Worum ging es nochmal in diesem Artikel? Ach ja, genau, um die Frage, wie du dich selbst finden kannst. 

Wie du siehst, es gibt sehr viele Methoden und Tools dafür, und das waren jetzt wirklich erstmal nur die wichtigsten und mit denen du, meiner Meinung nach, am besten direkt in die Umsetzung kommst. 

Was ich dir zum Abschluss damit auf den Weg mitgeben will, ist folgendes:

  1. Nimm dir wirklich Zeit für dich und deinen Selbstfindungs-Prozess! Das ist nichts, was man malt eben zwischen Tür und Angel erledigt und du innerhalb weniger Tage abgeschlossen hast
  2. Selbstfindung ist wie ein Puzzle, bestehend aus den folgenden „Haupt-Teilen“: Was macht dich als Person aus (Eigenschaften, Persönlichkeitsmerkmale) – Was kannst du (Fähigkeiten, Kompetenzen) – Was ist dir wichtig (Werte) – Was interessiert dich (Interessen) und nicht zuletzt: Was willst du (Ziele setzen und erreichen)
  3. Gehe Schritt für Schritt. Und vergiss nicht deine Selbstfürsorge, in dem du genug Pausen einlegst und deine Kraftquellen zum Energietanken nutzt
  4. Du kannst dich auf diesem Weg auch begleiten lassen. Wenn du jemanden brauchst, der mit dir zusammen durch den Prozess geht: Schreib mir gerne

 

Alles Gute für dich!